Aufgrund des Seeklimas wird es in der Regel nicht so warm wie im Landesinnern. Die folgende Tabelle zeigt die Durchschnittswerte für die einzelnen Monate und kann lediglich eine Orientierung bieten:



Duchschnittstemperatur in °C

Monat  Temperatur 
Januar  1 Grad 
Februar  1,3 Grad 
März  3,7 Grad 
Aprl  6,9 Grad 
Mai  11,5 Grad 
Juni  14,6 Grad 
Juli  16,0 Grad 
August  15,9 Grad 
September  13,2 Grad 
Oktober  9,6 Grad 
November  5,2 Grad 
Dezember  2,2 Grad 


Ostfriesland liegt in der warmgemäßigten Zone mit ganzjährigen Niederschlägen. Nach der Klimaklassifikation von Köppen befindet sich Ostfriesland in der Einteilung Cfb (Klimazone C: Warm-Gemäßigtes Klima; Klimatyp Cf: Feucht-Gemäßigtes Klima; Klimauntertyp b: warme Sommer). Die Temperaturen sind aufgrund der Nähe zur Nordsee relativ ausgeglichen; die Sommer sind warm, häufig liegt die Höchsttemperatur über 20 °C, doch wird die 30 °C-Marke nur an wenigen Tagen erreicht oder überschritten. Die Winter sind im Allgemeinen mild und feucht mit sehr wenigen Eistagen, leichter Frost ist aber jederzeit möglich. Nur selten gibt es Temperaturen unter −10 °C. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei 8,4 °C im zentral innerhalb Ostfrieslands gelegenen Aurich und 9 °C auf der Insel Norderney. Auf den Inseln sind die Temperaturen noch ausgeglichener. Durch den Speichereffekt des Meeres wird noch lange nach dem Hochsommer Wärme abgegeben. Die Temperaturen sind daher im Winter milder. In den Hochmoorgebieten im Landesinneren liegen die Temperaturen zumeist etwas niedriger als in der küstennahen Marsch. Die Zahl der Nebeltage mit Sichtweiten von weniger als einem Kilometer ist überdurchschnittlich: 35 Tage auf den Inseln, 45 Tage auf dem Festland. Sehr nebelintensiv sind die Hochmoorgegenden. Die Zahl der Schneetage im Jahr liegt zumeist im einstelligen Bereich. Trotz dessen ist Ostfriesland relativ sonnenreich. Die Sonnenscheindauer liegt mit rund 1500 bis 1600 Stunden etwa im Mittel für den nordwestdeutschen Raum, die Inseln liegen noch darüber. In Ostfriesland weht der Wind stärker und häufiger als im bundesdeutschen Durchschnitt. Zumeist kommt er aus westlichen Richtungen. Die mittlere Windgeschwindigkeit liegt auf dem Festland bei 5,5 bis 6 m/sec, auf den Inseln sogar bei bei 7,5 bis 8 m/sec. Sturm (Windgeschwindigkeit von mehr als 20 m/sec) tritt überdurchschnittlich häufig auf: Auf den Inseln an 30, auf dem Festland an 22 Tagen im Jahr. Die geringen Temperaturunterschiede, der stetige Wind sowie eine salz-, ozon- und jodreiche Luft von hoher Reinheit und Feuchte bilden das Reizklima, das Heilwirkungen hervorrufen kann. Hinzu kommen eine erhöhte Ultraviolett-Strahlung und - auf den Inseln - die überdurchschnittliche Sonnenscheindauer.